Munich HIGHLIGHTS 2026
Vom 15. bis 18. Oktober 2026 findet die Munich HIGHLIGHTS in der Residenz München statt.
An unserem Stand 41B präsentieren wir unter anderem Werke von:
- Claudia Berg
- Georg Baselitz
- Sigmar Polke
- Thomas Schütte
- Christo und Jeanne-Claude
- Neo Rauch
- A. R. Penck
- René Burri
- Piero Dorazio
- Claes Oldenburg
- Marc Chagall
- Rosemarie Trockel
- David Hockney
- Zhou Brothers
- Ernst Ludwig Kirchner
Weitere Informationen zu unserer Beteiligung finden Sie im Galerienverzeichnis der Messe.
Claudia Berg
*1976
Claudia Berg, geboren 1976 in Halle (Saale), studierte von 1995 bis 2002 im Fachbereich Grafik/Malerei bei Frank Ruddigkeit und Thomas Rug an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und schloss dort 2002 ihr Diplomstudium bei Thomas Rug und Helmut Brade ab. Daran knüpfte sie bis 2004 ein Aufbaustudium an. Von 1996 bis 1997 studierte Berg an der Universitat Politècnica de Valencia (Facultat de Belles Arts de Sant Carles) in Spanien sowie in den Jahren 1999 und 2001 an der Tianjin Academy of Fine Arts in China. Sie erhielt im Jahr 2022 den Hans-Meid-Preis für ihr Lebenswerk. Heute lebt und arbeitet Claudia Berg in Halle (Saale).
Georg Baselitz
1938–2026
Georg Baselitz ist ein deutscher Künstler, der für neoexpressionistische Gemälde, eine unverwechselbare, grobe Pinselführung sowie kräftige Farben bekannt ist. Sein Werk, das auch Skulpturen und Druckgrafiken beinhaltet, setzt sich mit der deutschen Geschichte, vor allem dem Trauma der Kriegs- und Nachkriegszeit auseinander.
Sigmar Polke
1941–2010
Sigmar Polke zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Nachkriegszeit. Mit einem einzigartigen Werk, das Malerei, Fotografie, Film und Druckgrafik vereint, sprengte er konsequent die Grenzen künstlerischer Konventionen. Polke war Mitbegründer des „Kapitalistischen Realismus“ – einer ironischen Antwort auf Pop Art und Sozialistischen Realismus – und setzte sich kritisch mit Konsumkultur, Politik und Medienbildern auseinander.
Charakteristisch für sein Schaffen sind der spielerische Umgang mit Materialien, die Verwendung unkonventioneller Substanzen wie Lack, Stoff, Chemikalien oder sogar Kartoffeln sowie die gezielte Einbeziehung des Zufalls. Seine Rasterbilder, inspiriert von Zeitungsdrucken, und seine visuell vielschichtigen Gemälde machen Polkes Kunst ebenso rätselhaft wie faszinierend.
Polkes Werk ist ein stetiger Dialog zwischen Experiment, Humor und Gesellschaftskritik – und bleibt bis heute von großer Relevanz.
Thomas Schütte
*1954
Thomas Schütte zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Deutschlands. Sein vielseitiges Werk umfasst Skulptur, Architekturmodelle, Zeichnung und Aquarell, stets mit einem wachen Blick für gesellschaftliche Strukturen und die Rolle des Individuums darin.
Das Aquarell Blumen aus dem Jahr 1995 steht exemplarisch für Schüttes zeichnerisches Œuvre, das oft eine persönliche, beinahe meditative Qualität annimmt. In der Darstellung floraler Motive zeigt sich seine Sensibilität für Form, Farbe und Atmosphäre – eine stille, poetische Gegenwelt zu seinen oftmals großformatigen, skulpturalen Arbeiten.
Christo und Jeanne-Claude
1935–2020/2009
Christo und Jeanne-Claude teilten weit mehr als das gleiche Geburtsdatum am 13. Juni 1935. Nachdem sie sich mit 23 Jahren kennengelernt hatten, widmeten sie ihr Leben der gemeinsamen Kunst und verschafften durch ihre Verhüllungen zahlreicher Architektur und ganzen Landstrichen einen einmaligen Auftritt.
Neo Rauch
*1960
Neo Rauch zählt zu den renommiertesten Künstlern der Gegenwart. Seine Werke hängen in bedeutenden Museen weltweit – vom Museum of Modern Art in New York City bis zum Museum der Bildenden Künste in Leipzig. Seine Bildsprache fasziniert und irritiert zugleich: Zwischen Sozialismus und Surrealismus, Traum und Trauma hat der Leipziger Maler einen Stil entwickelt, der sich gängigen Kategorien entzieht. Damit setzt er wie kaum ein anderer das kollektive Unterbewusstsein der Nachwendezeit ins Bild.
A. R. Penck
1939–2017
Seit Beginn seiner Karriere verfolgte der Künstler A. R. Penck ein intensives Interesse an politischen, informationellen und zwischenmenschlichen Systemen. Sein Begeisterung für Science-Fiction regte ihn dazu an, sich eingehender mit der Funktionsweise und den Auswirkungen von Informationstheorien und Kybernetik zu befassen. In den 1960er- und 1970er- Jahren wurde Pencks produktives Schaffen vor allem von seinem Wunsch angetrieben, ein universelles Bildsystem zu schaffen, das die gesamte Bandbreite sozialer und politischer Probleme des modernen Menschen abdecken könnte. Diese große Ambition führte schließlich zur Entwicklung von Pencks berühmten Standart-Werken.
René Burri
1933–2014
René Burri studierte Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste. Neben seiner internationalen Tätigkeit als Bildjournalist war er auch Dokumentarfilmer, Kameraassistent und seit 1959 stilprägendes Mitglied der Agentur Magnum Photos. Berühmt wurde er unter anderem mit der Aufnahme des Zigarre rauchenden Che Guevara sowie mit der Bildreportage "Die Deutschen". René Burri lebte mit seiner Frau in Zürich und Paris.
Piero Dorazio
1927–2005
Piero Dorazio, 1927 in Rom geboren, zählt zu den bedeutendsten Vertretern der abstrakten Nachkriegskunst in Italien, wo er maßgeblich die Entwicklung der abstrakten Malerei prägte. Typisch für Dorazio ist die intensive Auseinandersetzung mit Farbe als autonomem Ausdrucksmittel. Anders als in seinen großformatigen Leinwandarbeiten, in denen sich lineare Raster überkreuzen, zeigt das Aquarell eine freiere, beinahe atmosphärische Umsetzung seiner Bildidee. Das Werk steht exemplarisch für Dorazios Beschäftigung mit Licht, Rhythmus und serieller Variation in den 1970er-Jahren. Die Komposition erzeugt keinen zentralen Fokus, sondern entfaltet sich als pulsierender Bildraum, der Bewegung und optische Schwingung suggeriert.
Claes Oldenburg
1929–2022
Claes Oldenburg war ein wegweisender Bildhauer, bekannt für monumentale Kunst im öffentlichen Raum und weiche Skulpturen. Seine oft spielerischen Werke verwandelten Alltagsgegenstände in überdimensionale Ikonen und erweiterten die Grenzen der Pop-Art. Die fast 12 Meter hohe und 7,5 Tonnen schwere Skulptur "Inverted Collar and Tie" (1994) des Künstlerpaares Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen ist zu einem Wahrzeichen der DZ BANK AG in Frankfurt avanciert. Diese Zeichnung liegt eben dieser Skulptur zugrunde.
Marc Chagall
1887–1985
Marc Chagalls poetischer, figurativer Stil machte ihn zu einem der beliebtesten modernen Künstler, während sein langes Leben und vielfältiges Schaffen ihn zu einem der international anerkanntesten Kunstschaffenden in der Moderne machten. Während viele seiner Kollegen ehrgeizige Experimente verfolgten, die oft zur Abstraktion führten, liegt Chagalls Unterscheidung in seinem festen Glauben an die Kraft der figurativen Kunst, den er trotz der Aufnahme von Ideen aus Fauvismus und Kubismus stets aufrechterhielt.
Rosemarie Trockel
*1952
Rosemarie Trockel zählt weltweit zu den bekanntesten Kunstschaffenden aus Deutschland. Dabei geht sie kritisch-augenzwinkernd mit der Zeit und überrascht das Publikum durch ihre vielseitigen Bilder, Zeichnungen, Plastiken oder Installationen immer wieder mit Fantasie, Humor und Gegensätzlichkeit.
David Hockney
1937–2026
Der Wahlkalifornier David Hockney, der in jungen Jahren die britische Kunstszene aufrüttelte, zählt zu den Pionieren der Pop Art. Durch seine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Kamera gilt Hockney heute als Erneuerer der Fotokunst. Darüber hinaus schuf er neben Gemälden auch eine große Anzahl von Radierungen und Zeichnungen – ab den späten 1980er Jahren unter anderem von seinen zwei Kurzhaardackeln Stanley und Boodgie.
Zhou Brothers
Ende der 1970er Jahre entwickelten die Zhou-Brüder eine abstrakte Bildsprache, in der sie die Ästhetik früher chinesischer Kunst, beispielsweise der Felsmalereien von Huashan, mit Ausdrucksformen der westlichen Kunsttradition verbanden. Zugleich entstand ein eigenes System wiederkehrender Symbole, das die elementare Kraft des Lebens versinnbildlicht. Darin verbinden sich philosophische Vorstellungen des Ostens mit einer kraftvollen und zugleich radikal zeitgenössischen Bildsprache.
Ernst Ludwig Kirchner
1880–1938
Ernst Ludwig Kirchners Radierung "Alpenweg mit Wettertannen" von 1919 zeigt einen schmalen Pfad, der zwischen hoch aufragenden Wettertannen in die alpine Landschaft führt. Die bewegte Linienführung und die starke Verdichtung der Naturformen verleihen dem Motiv jene innere Spannung, die Kirchners Davoser Arbeiten kennzeichnet. Der signierte und als „Eigendruck“ bezeichnete Abzug trägt rückseitig eine persönliche Widmung an Johanna Schiefler anlässlich ihrer Hochzeit mit dem Arzt Otto Beyse.
Johanna Schiefler war die Tochter des Hamburger Kunstsammlers und Mäzens Gustav Schiefler, der zu Kirchners wichtigsten frühen Förderern gehörte. Schiefler sammelte seine Druckgrafik, stand mit ihm in engem Austausch und erarbeitete das grundlegende Werkverzeichnis seines grafischen Schaffens. Die Widmung macht das Blatt daher zu einem besonderen Zeugnis der persönlichen Verbundenheit Kirchners mit der Familie Schiefler und verweist zugleich auf deren wichtige Rolle bei der frühen Dokumentation und Vermittlung seines Werks.