Munich HIGHLIGHTS 2026

Vom 15. bis 18. Oktober 2026 findet die Munich HIGHLIGHTS in der Residenz München statt. 

An unserem Stand 41B präsentieren wir unter anderem Werke von:

  • Georg Baselitz
  • Claudia Berg
  • René Burri
  • Marc Chagall
  • Christo und Jeanne-Claude
  • Piero Dorazio
  • Andreas Gursky
  • David Hockney
  • Ernst Ludwig Kirchner
  • Emil Nolde
  • Claes Oldenburg
  • A. R. Penck
  • Sigmar Polke
  • Neo Rauch
  • Mel Ramos
  • Thomas Schütt
  • Mark Tobey
  • Rosemarie Trockel
  • Zhou Brothers
  • Königliche Hof-Photographen – H. Schnaebeli & Co


Weitere Informationen zu unserer Beteiligung finden Sie im Galerienverzeichnis der Messe.

Andreas Gursky

*1955

Diese dreiteilige Publikation erschien anlässlich der Ausstellung von Andreas Gursky im Jahr 1995 im Portikus in Frankfurt am Main und widmet sich der monumentalen Fotografie des Künstlers aus dem Jahr 1993, die den „L’immeuble d’habitation Maine-Montparnasse II“ zeigt – einen Viertelmeile langen Wohnblock in Montparnasse, Paris. Dieses Wahrzeichen der Moderne wurde 1959 von Jean Dubuisson entworfen und 1964 fertiggestellt. Gurskys charakteristisches, hyperfokussiertes Bild, eines seiner bekanntesten Werke, zeigt ein zeitgenössisches Bauwerk mit einer Präzision, die die Fotografie neu geprägt hat.

Das von Kühle und Mozer gestaltete Set umfasst zwei übergroße, klebegebundene Bände mit metallisch silbernen Einbänden sowie eine Farblithografie, die gemeinsam in einer bedruckten Schachtel untergebracht sind. „Texte“ enthält einen Essay von Hans Irrek und Interviews von Dubuisson mit drei Bewohnern von Montparnasse. „Image“ zeigt körnige Details einzelner Wohnungsinterieurs und enthält einen illustrierten Essay von Irrek sowie Interviews mit dem Künstler, geführt von Irrek und Ursula Trübenbach. Die Lithografie, eine kleinformatige Reproduktion von „Paris, Montparnasse", befindet sich in einer Mappe, auf der die Namen der mehr als 750 dort wohnenden Familien verzeichnet sind.

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Andreas Gursky

Montparnasse, 1995
Originalfotografie (jeweils ein Unikat-Motiv) in Katalogbox
49,8 × 28,6 × 1,6 cm
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Andreas Gursky

Montparnasse, 1995
Originalfotografie (jeweils ein Unikat-Motiv) in Katalogbox
49,8 × 28,6 × 1,6 cm

Georg Baselitz

1938–2026

Georg Baselitz ist ein deutscher Künstler, der für neoexpressionistische Gemälde, eine unverwechselbare, grobe Pinselführung sowie kräftige Farben bekannt ist. Sein Werk, das auch Skulpturen und Druckgrafiken beinhaltet, setzt sich mit der deutschen Geschichte, vor allem dem Trauma der Kriegs- und Nachkriegszeit auseinander.

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Georg Baselitz

Signierte Kugelschreiberzeichnung, 2002
in: Ausst. Kat. Meine Neue Mütze, hg. von der Galerie Thaddaeus Ropac, Paris 2002.

Claudia Berg

*1976

Claudia Berg, geboren 1976 in Halle (Saale), studierte von 1995 bis 2002 im Fachbereich Grafik/Malerei bei Frank Ruddigkeit und Thomas Rug an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und schloss dort 2002 ihr Diplomstudium bei Thomas Rug und Helmut Brade ab. Daran knüpfte sie bis 2004 ein Aufbaustudium an. Von 1996 bis 1997 studierte Berg an der Universitat Politècnica de Valencia (Facultat de Belles Arts de Sant Carles) in Spanien sowie in den Jahren 1999 und 2001 an der Tianjin Academy of Fine Arts in China. Sie erhielt im Jahr 2022 den Hans-Meid-Preis für ihr Lebenswerk. Heute lebt und arbeitet Claudia Berg in Halle (Saale).

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Ca Emo (Podelta, Veneto)

Claudia Berg // 2025 // 27 x 100 cm // Kaltnadelradierung
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Gartenmauer (Tenuta la Pila, Veneto)

Claudia Berg // 2025 // 27 x 100 // Kaltnadelradierung
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Tulpenstrauß II

Claudia Berg // 2026 // 36 x 60 cm // Öl über Kaltnadelradierung
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Gartentor III (Villa Trovatore, Friaul)

Claudia Berg // 2025 // 94 x 75 cm // Öl über Kaltnadelradierung
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Wolke (La Giudecca, Venedig)

Claudia Berg // 2025/26 // 40 x 50 cm // Öl auf Leinwand
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Schlossteich (Schloss Englar, Eppan)

Claudia Berg // 2025 // 47 x 63 cm // Öl über Kaltnadelradierung
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Brennendes Feld (bei Syrakus)

Claudia Berg // 2026 // 50 x 60 cm // Öl auf Leinwand
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Gartentor (Villa Trovatore)

Claudia Berg // 2024 // 32 x 40 cm // Öl über Kaltnadelradierung
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Venedig (bei Nacht)

Claudia Berg // 2026 // 30 x 40 cm // Öl auf Leinwand
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Trafohäuschen (Eppan)

Claudia Berg // 2025 // gerahmt 30 x 40 cm (Plattengröße 28 x 21 cm) // Öl über Kaltnadelradierung
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Mauer (Villa Vescovi)

Claudia Berg // 2026 // 60 x 78 cm // Öl über Kaltnadelradierung
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Tor (Villa Draghi)

Claudia Berg // 2025 // 94 x 75 cm // Öl über Kaltnadelradierung
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Leuchter und Vase I (Hotel Plaza, Rom)

Claudia Berg // 2026 // 88 x 71 cm // Öl über Kaltnadelradierung
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Sigmar Polke

1941–2010

Sigmar Polke zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Nachkriegszeit. Mit einem einzigartigen Werk, das Malerei, Fotografie, Film und Druckgrafik vereint, sprengte er konsequent die Grenzen künstlerischer Konventionen. Polke war Mitbegründer des „Kapitalistischen Realismus“ – einer ironischen Antwort auf Pop Art und Sozialistischen Realismus – und setzte sich kritisch mit Konsumkultur, Politik und Medienbildern auseinander.

Charakteristisch für sein Schaffen sind der spielerische Umgang mit Materialien, die Verwendung unkonventioneller Substanzen wie Lack, Stoff, Chemikalien oder sogar Kartoffeln sowie die gezielte Einbeziehung des Zufalls. Seine Rasterbilder, inspiriert von Zeitungsdrucken, und seine visuell vielschichtigen Gemälde machen Polkes Kunst ebenso rätselhaft wie faszinierend.

Polkes Werk ist ein stetiger Dialog zwischen Experiment, Humor und Gesellschaftskritik – und bleibt bis heute von großer Relevanz.

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Sigmar Polke

Fernseher, 1964
verso: Skyline, 1964
Aquarell auf Papier
61,5 x 38 cm
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Sigmar Polke

Eichhörnchen, 1981
Gouache auf Papier
100 × 70 cm
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Sigmar Polke

Unerwünschte Geschenke, 2003
Farbserigrafie auf Karton
70 x 50 cm (Blattmaß)
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Sigmar Polke

Stenoblock, 1990
28 Offsets, jeweils auf liniertem Papier, als Notizblock gebunden
21 x 14,7 cm
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Sigmar Polke

Wochenendhaus, 1967
Farbiger Siebdruck auf Karton
59 x 84 cm

Thomas Schütte

*1954

Thomas Schütte zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Deutschlands. Sein vielseitiges Werk umfasst Skulptur, Architekturmodelle, Zeichnung und Aquarell, stets mit einem wachen Blick für gesellschaftliche Strukturen und die Rolle des Individuums darin.

Das Aquarell Blumen aus dem Jahr 1995 steht exemplarisch für Schüttes zeichnerisches Œuvre, das oft eine persönliche, beinahe meditative Qualität annimmt. In der Darstellung floraler Motive zeigt sich seine Sensibilität für Form, Farbe und Atmosphäre – eine stille, poetische Gegenwelt zu seinen oftmals großformatigen, skulpturalen Arbeiten.

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Thomas Schütte

o. T. (Let tulips speak), 1995
Aquarell auf Bütten

28,5 x 19,5 cm
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Thomas Schütte


o. T. (Narzisse), 1995
Aquarell auf Bütten


28 x 19,5 cm 


Christo und Jeanne-Claude

1935–2020/2009

Christo und Jeanne-Claude teilten weit mehr als das gleiche Geburtsdatum am 13. Juni 1935. Nachdem sie sich mit 23 Jahren kennengelernt hatten, widmeten sie ihr Leben der gemeinsamen Kunst und verschafften durch ihre Verhüllungen zahlreicher Architektur und ganzen Landstrichen einen einmaligen Auftritt.

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Christo und Jeanne-Claude

Brücke, Projekt für die Pont Alexandre III, Paris, 1977
Lithografie mit Collage aus Fotografie
71 x 56 cm

Neo Rauch

*1960

Neo Rauch zählt zu den renommiertesten Künstlern der Gegenwart. Seine Werke hängen in bedeutenden Museen weltweit – vom Museum of Modern Art in New York City bis zum Museum der Bildenden Künste in Leipzig. Seine Bildsprache fasziniert und irritiert zugleich: Zwischen Sozialismus und Surrealismus, Traum und Trauma hat der Leipziger Maler einen Stil entwickelt, der sich gängigen Kategorien entzieht. Damit setzt er wie kaum ein anderer das kollektive Unterbewusstsein der Nachwendezeit ins Bild.

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Neo Rauch

o. T., 2007
Tuschestift und Kreide auf Papier
21,0 x 29,7 cm
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Neo Rauch

Einsatz, 2013
Dreifarbige Kreide- und Tuschelithographie auf Bütten
70 x 50 cm (Blattmaß)
Lithographisches Atelier, Leipzig

Mel Ramos

1935–2018

In seiner ganz eigenen Ikonographie verarbeitete Mel Ramos in kritisch-ironischer Distanz Klischees und Bilder aus der Werbung und dem Showgeschäft. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen auf der ganzen Welt – unter anderem im Museum of Contemporary Art in Chicago, im Guggenheim Museum und im MoMA in New York sowie im Museum Moderner Kunst in Wien, Österreich.

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Mel Ramos

Sunset Boulevard, 1978
Bleistiftzeichnung auf Papier
49,5 x 61,6 cm

A. R. Penck

1939–2017

Seit Beginn seiner Karriere verfolgte der Künstler A. R. Penck ein intensives Interesse an politischen, informationellen und zwischenmenschlichen Systemen. Sein Begeisterung für Science-Fiction regte ihn dazu an, sich eingehender mit der Funktionsweise und den Auswirkungen von Informationstheorien und Kybernetik zu befassen. In den 1960er- und 1970er- Jahren wurde Pencks produktives Schaffen vor allem von seinem Wunsch angetrieben, ein universelles Bildsystem zu schaffen, das die gesamte Bandbreite sozialer und politischer Probleme des modernen Menschen abdecken könnte. Diese große Ambition führte schließlich zur Entwicklung von Pencks berühmten Standart-Werken.

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A. R. Penck
o. T., frühe 1970er Jahre
Federzeichnung in Tusche auf chamoisfarbenem Maschinenbütten
30 x 42 cm
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A. R. Penck

Zeichen als Verständigung, 1971
Erschienen anlässlich der ersten institutionellen Einzelausstellung Pencks im Haus Lange, Krefeld
Künstlerbuch aus Karton mit Ringbuchlochung und gummibeschichteter Ringschlaufe
60 Blatt bedruckt im Siebdruckverfahren


Dieses Werk basiert auf dem Plakat zu einer Ausstellung, die A. R. Penck zusammen mit seinen Dresdner Weggefährten Peter Graf, Peter Herrmann, Peter Makolies und Winfried Dierske organisiert hatte. Da die Arbeiten der jungen Künstlergruppe jedoch stark vom staatlich verordneten Sozialistischen Realismus abwichen und eine eigenständige, unkonventionelle Formsprache zeigten, griffen die DDR-Kulturbehörden ein. Die Schau wurde per Zensurmaßnahme vorzeitig beendet, was für Penck der Auftakt zu jahrzehntelangen Repressalien, der Verweigerung der Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler und einer ständigen Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit war.

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A. R. Penck

Figuren im Kreis, 1965
Holzschnitt auf Papier (Handabzug)
107,5 x 78,5 cm
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A. R. Penck

Plakat zur Gruppenausstellung mit Peter Graf, Peter Herrmann, Peter Makolies und Winfried Dierske, 1964
im Puschkinhaus, Dresden


A. R. Pencks erste plastische Arbeiten entstanden noch in der DDR. Er nutzte rohes Holz, das er grob mit der Axt oder der Säge bearbeitete, um einen expressiven, "primitiven" Charakter zu erzeugen. Nach seiner Ausbürgerung aus der DDR im Jahr 1980 goss Penck seine Entwürfe zunehmend in Bronze oder meißelte in Marmor. Die rauen, unebenen Oberflächen seiner Holzmodelle blieben im Bronzeguss oft sichtbar und verleihen den Figuren eine stark haptische Präsenz.

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A. R. Penck

Weibliches Idol, ca. 1989
Bronze
35,5 x 5,7 x 4,5 cm
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A. R. Penck

Weibliches Idol, ca. 1989
Bronze
35,5 x 5,7 x 4,5 cm

René Burri

1933–2014

René Burri studierte Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste. Neben seiner internationalen Tätigkeit als Bildjournalist war er auch Dokumentarfilmer, Kameraassistent und seit 1959 stilprägendes Mitglied der Agentur Magnum Photos. Berühmt wurde er unter anderem mit der Aufnahme des Zigarre rauchenden Che Guevara sowie mit der Bildreportage "Die Deutschen". René Burri lebte mit seiner Frau in Zürich und Paris.

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René Burri

Picasso, ca. 1960
16,5 x 24 cm
Silbergelantine Print
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René Burri

Betriebsfeier, 1960
24,5 x 16,5 cm
Silbergelantine Print
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René Burri

Berlin, 1961
17,5 x 26,5 cm
Silbergelantine Print

Piero Dorazio

1927–2005

Piero Dorazio, 1927 in Rom geboren, zählt zu den bedeutendsten Vertretern der abstrakten Nachkriegskunst in Italien, wo er maßgeblich die Entwicklung der abstrakten Malerei prägte. Typisch für Dorazio ist die intensive Auseinandersetzung mit Farbe als autonomem Ausdrucksmittel. Anders als in seinen großformatigen Leinwandarbeiten, in denen sich lineare Raster überkreuzen, zeigt das Aquarell eine freiere, beinahe atmosphärische Umsetzung seiner Bildidee. Das Werk steht exemplarisch für Dorazios Beschäftigung mit Licht, Rhythmus und serieller Variation in den 1970er-Jahren. Die Komposition erzeugt keinen zentralen Fokus, sondern entfaltet sich als pulsierender Bildraum, der Bewegung und optische Schwingung suggeriert.

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Piero Dorazio

o. T., 1978
Aquarell auf Aquarellpapier
26,5 × 28,0 cm

Claes Oldenburg

1929–2022

Claes Oldenburg war ein wegweisender Bildhauer, bekannt für monumentale Kunst im öffentlichen Raum und weiche Skulpturen. Seine oft spielerischen Werke verwandelten Alltagsgegenstände in überdimensionale Ikonen und erweiterten die Grenzen der Pop-Art. Die fast 12 Meter hohe und 7,5 Tonnen schwere Skulptur "Inverted Collar and Tie" (1994) des Künstlerpaares Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen ist zu einem Wahrzeichen der DZ BANK AG in Frankfurt avanciert. Diese Zeichnung liegt eben dieser Skulptur zugrunde.

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Claes Oldenburg

Inverted Collar and Tie, 1991
Mischtechnik
35,2 x 27,3 cm

Marc Chagall

1887–1985

Marc Chagalls poetischer, figurativer Stil machte ihn zu einem der beliebtesten modernen Künstler, während sein langes Leben und vielfältiges Schaffen ihn zu einem der international anerkanntesten Kunstschaffenden in der Moderne machten. Während viele seiner Kollegen ehrgeizige Experimente verfolgten, die oft zur Abstraktion führten, liegt Chagalls Unterscheidung in seinem festen Glauben an die Kraft der figurativen Kunst, den er trotz der Aufnahme von Ideen aus Fauvismus und Kubismus stets aufrechterhielt.

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Marc Chagall

Figürliche Farbstift-Zeichnung und eigenhändige Widmung auf der Titelseite des Buches Marc Chagall. Hamburg - München - Paris. 2. Auflage, München 1959.
21 × 16 cm
Widmung mit Unterschrift und Datierung für den Leiter des Hauses der Kunst in München, Peter A. Ade (1913-2005): „pour P. A. Ade, en bon souvenir 1959.

Mark Tobey

1890–1976

Angeregt durch ostasiatische Schriftkunst und seine Beschäftigung mit spirituellen Traditionen entwickelte Mark Tobey eine Malerei, in der sich Bewegung, Rhythmus und meditative Konzentration miteinander verbinden. Seine Arbeiten lösen die gegenständliche Welt nicht vollständig auf, sondern verdichten ihre Eindrücke zu vibrierenden Strukturen.

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Mark Tobey

Ohne Titel, 1966
Aquarell auf Velin
23 x 36 cm

Rosemarie Trockel

*1952

Rosemarie Trockel zählt weltweit zu den bekanntesten Kunstschaffenden aus Deutschland. Dabei geht sie kritisch-augenzwinkernd mit der Zeit und überrascht das Publikum durch ihre vielseitigen Bilder, Zeichnungen, Plastiken oder Installationen immer wieder mit Fantasie, Humor und Gegensätzlichkeit. 

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Rosemarie Trockel

Ohne Titel, 1985
Blaue Tusche, Kugelschreiber und Aquarell auf Japanpapier
25 x 19 cm

David Hockney

1937–2026

Der Wahlkalifornier David Hockney, der in jungen Jahren die britische Kunstszene aufrüttelte, zählt zu den Pionieren der Pop Art. Durch seine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Kamera gilt Hockney heute als Erneuerer der Fotokunst. Darüber hinaus schuf er neben Gemälden auch eine große Anzahl von Radierungen und Zeichnungen – ab den späten 1980er Jahren unter anderem von seinen zwei Kurzhaardackeln Stanley und Boodgie.

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David Hockney

Signierte Filzstiftzeichnung mit Widmung "for Steve Cohen", 1988
in: Ausst. Kat. Hockney on Photography, Conversations with Paul Joyce, 1988

Zhou Brothers

Ende der 1970er Jahre entwickelten die Zhou-Brüder eine abstrakte Bildsprache, in der sie die Ästhetik früher chinesischer Kunst, beispielsweise der Felsmalereien von Huashan, mit Ausdrucksformen der westlichen Kunsttradition verbanden. Zugleich entstand ein eigenes System wiederkehrender Symbole, das die elementare Kraft des Lebens versinnbildlicht. Darin verbinden sich philosophische Vorstellungen des Ostens mit einer kraftvollen und zugleich radikal zeitgenössischen Bildsprache.

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Zhou Brothers

Life temptation, 1993
Bronzeskulptur
5,5 x 28,5 x 17,3 cm

Ernst Ludwig Kirchner

1880–1938

Ernst Ludwig Kirchners Radierung "Alpenweg mit Wettertannen" von 1919 zeigt einen schmalen Pfad, der zwischen hoch aufragenden Wettertannen in die alpine Landschaft führt. Die bewegte Linienführung und die starke Verdichtung der Naturformen verleihen dem Motiv jene innere Spannung, die Kirchners Davoser Arbeiten kennzeichnet. Der signierte und als „Eigendruck“ bezeichnete Abzug trägt rückseitig eine persönliche Widmung an Johanna Schiefler anlässlich ihrer Hochzeit mit dem Arzt Otto Beyse.

Johanna Schiefler war die Tochter des Hamburger Kunstsammlers und Mäzens Gustav Schiefler, der zu Kirchners wichtigsten frühen Förderern gehörte. Schiefler sammelte seine Druckgrafik, stand mit ihm in engem Austausch und erarbeitete das grundlegende Werkverzeichnis seines grafischen Schaffens. Die Widmung macht das Blatt daher zu einem besonderen Zeugnis der persönlichen Verbundenheit Kirchners mit der Familie Schiefler und verweist zugleich auf deren wichtige Rolle bei der frühen Dokumentation und Vermittlung seines Werks.

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Ernst Ludwig Kirchner

Alpenweg mit Wettertannen, 1919
Radierung in Blau auf cremefarbenem Velin
52,5 x 35,8 cm

Emil Nolde

1867–1956

Emil Noldes Holzschnitt Ägypterin I zeigt ein stark stilisiertes weibliches Antlitz. Die grob geschnittenen Linien und der scharfe Kontrast von Schwarz und Weiß verleihen dem Motiv eine eindringliche, nahezu maskenhafte Wirkung. Das Blatt diente als Titelholzschnitt für den ersten Band von Gustav Schieflers 1911 erschienenem Verzeichnis Das graphische Werk Emil Noldes bis 1910 und verbindet so Noldes expressiven Umgang mit dem Holzschnitt unmittelbar mit der frühen wissenschaftlichen Erschließung seines Œuvres.

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Emil Nolde

Ägypterin I, 1910
Holzschnitt auf Bütten
21,5 x 33 cm

Königliche Hof-Photographen

– H. Schnaebeli & Co

Die Berliner Mastvieh-Ausstellung des Jahres 1890 präsentierte gezüchtete Nutztiere und wurde im Rahmen der landwirtschaftlichen Leistungsschauen der Kaiserzeit abgehalten. Das Atelier von Heinrich Schnäbeli hob die Dokumentation von Nutztieren auf das Niveau der klassischen Porträtkunst: Jedes Tier ist präzise inszeniert, um Rassemerkmale, Statur und den Stolz der Züchter optimal zu präsentieren. Auf den originalen Schmuckkartons montiert, verbindet diese Serie wissenschaftliche Dokumentation mit handwerklicher Perfektion. Ein seltenes und kulturhistorisch wertvolles Ensemble, das den Beginn der modernen landwirtschaftlichen Fotografie in Deutschland markiert.

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Königliche Hof-Photographen – H. Schnaebeli & Co

16. Mastvieh-Ausstellung zu Berlin
Fotografie auf Karton aufgezogen
32 x 40 cm