Sigmar Polke

1941–2010

Sigmar Polke zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Nachkriegszeit. Mit einem einzigartigen Werk, das Malerei, Fotografie, Film und Druckgrafik vereint, sprengte er konsequent die Grenzen künstlerischer Konventionen. Polke war Mitbegründer des „Kapitalistischen Realismus“ – einer ironischen Antwort auf Pop Art und Sozialistischen Realismus – und setzte sich kritisch mit Konsumkultur, Politik und Medienbildern auseinander.

Charakteristisch für sein Schaffen sind der spielerische Umgang mit Materialien, die Verwendung unkonventioneller Substanzen wie Lack, Stoff, Chemikalien oder sogar Kartoffeln sowie die gezielte Einbeziehung des Zufalls. Seine Rasterbilder, inspiriert von Zeitungsdrucken, und seine visuell vielschichtigen Gemälde machen Polkes Kunst ebenso rätselhaft wie faszinierend.

Polkes Werk ist ein stetiger Dialog zwischen Experiment, Humor und Gesellschaftskritik – und bleibt bis heute von großer Relevanz.

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Sigmar Polke

Wochenendhaus, 1967
Farbiger Siebdruck auf Karton
59 x 84 cm
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Sigmar Polke

An der Virushaltestelle, 1996
Gouache auf leichtem Karton
70,0 × 90,5 cm
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Sigmar Polke

Paganinis Sterbebett mit drei Teufeln, 1995
Gouache über einer Schwarz-Weiß-Fotografie
9 x 14 cm
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Sigmar Polke

o. T. (Mönchengladbach 1983), 1983
Farbige Kunstharze und Gouache auf Farblithografie
65 × 92 cm
Serie von 30 Unikaten
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Sigmar Polke

Skyline, 1964
verso: Fernseher, 1964
Aquarell auf Papier
38 x 61,5 cm
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Sigmar Polke

Fernseher, 1964
verso: Skyline, 1964
Aquarell auf Papier
61,5 x 38 cm
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Sigmar Polke

Clean car – good mood, 2002
Farbserigrafie auf Schlangenlederimitat auf Keilrahmen
90 x 120 cm
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Sigmar Polke

Eichhörnchen, 1981
Gouache auf Papier
100 × 70 cm
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Sigmar Polke

Unerwünschte Geschenke, 2003
Farbserigrafie auf Karton
70 x 50 cm (Blattmaß)


In seiner künstlerischen Arbeit hinterfragte Sigmar Polke auf unterschiedlichen Ebenen die menschliche Wahrnehmung an sich und lotete hinsichtlich der verwendeten Materialien und Techniken die Grenzen des Machbaren aus. So malte er statt auf Leinwand beispielsweise auf gemusterte Deko-Stoffe, ließ die Farbe darauf einfach fließen oder belichtete Fotopapier mit radioaktivem Gestein. Auch vor fragwürdigen oder giftigen Substanzen schreckte er also nicht zurück. Dementsprechend gehörten nicht nur Uran, sondern auch Meteoritenstaub und das krebserregende Cobaltnitrat zu seinen Werkstoffen. In seinem Atelier experimentierte er außerdem mit unterschiedlichen Lacken, Kunstharz, Schellack, Ruß, Waschmittel oder Schlangenleder. 

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Sigmar Polke

Apparat, Mit Dem Eine Kartoffel Eine Andere Umkreisen Kann, 1969
Holz, batteriebetriebener Elektromotor, Gummiband, Draht und Kartoffeln
79 x 40 x 38,5 cm
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Sigmar Polke

Apparat, Mit Dem Eine Kartoffel Eine Andere Umkreisen Kann, 1969
Holz, batteriebetriebener Elektromotor, Gummiband, Draht und Kartoffeln
79 x 40 x 38,5 cm