Arp Hans

Deux torses

1950 // 49,3 x 28,6 cm // Bleistift auf Velin, collagiert, auf blauem Velin, auf Karton aufgezogen // Hans Arp, der sich intensiv mit Philosophie und Psychologie beschäftigt, gelingt in seiner Zeichnung zweier Körper eine Synthese aus Surrealismus und Abstraktion. Rudimentär, spindelartig ausgebildete menschliche Formen in fließenden, ineinander übergehenden Massen und mit an- und abschwellenden Rundungen kennzeichnen die beiden drastisch reduzierten Körper. Bikonvexe und bikonkarve Kurven wechseln sich ab, so dass die weich gewellten Konturen im Fluss bleiben und als momentaner Zustand in einem fließenden Entwicklungsprozess anthropomorpher Körperlichkeit erscheinen. Sie umschreiben etwas Uraltes, zeitlos Menschliches, und ein stetes Werden und Vergehen.

Deux Torses
Deux Torses