art karlsruhe 2026
Vom 5. bis 8. Februar 2026 findet die art karlsruhe 2026 in ihrer nächsten Ausgabe in Rheinstetten bei Karlsruhe statt. Die Messe spannt den Bogen über rund 120 Jahre Kunstgeschichte – von klassischer Moderne über Werke aus der Zeit nach 1945 bis hin zur zeitgenössischen künstlerischen Praxis.
In diesem Jahr werden wir vor Ort nicht nur eine One-Artist-Show der Grafikerin und Malerin Claudia Berg präsentieren, sondern darüber hinaus unter anderem Werke des halleschen Künstlers Helmut Brade zeigen.
Wir laden Sie herzlich ein, uns an unserem Stand H1/C21 zu besuchen.
Dort präsentieren wir Werke von:
- Claudia Berg
- Helmut Brade
- Georg Baselitz
- Sigmar Polke
- Thomas Schütte
- David Hockney
- Eduardo Chillida
- Christo
- Neo Rauch
- A. R. Penck
- Mel Ramos
- Pierre Jeanneret
- Arne Jacobsen
Weitere Informationen zu unserer Beteiligung finden Sie im Galerienverzeichnis der Messe.
Claudia Berg
*1976
Claudia Berg studierte von 1995 bis 2002 im Fachbereich Grafik/Malerei bei Frank Ruddigkeit und Thomas Rug an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale). Sie schloss dort 2002 ihr Diplomstudium bei Thomas Rug und Helmut Brade ab. Daran knüpfte sie bis 2004 ein Aufbaustudium an. Von 1996 bis 1997 studierte Berg an der Universitat Politècnica de Valencia (Facultat de Belles Arts de Sant Carles) in Spanien sowie in den Jahren 1999 und 2001 an der Tianjin Academy of Fine Arts in China. Sie erhielt im Jahr 2022 den Hans-Meid-Preis für ihr Lebenswerk. Claudia Berg lebt und arbeitet in Halle an der Saale.
Weitere Informationen zum Œuvre der Künstlerin Claudia Berg finden Sie in ihrem Werkverzeichnis auf unserer Webseite.
Claudia Berg // 2024 // Plattengröße 31 x 25 cm // Kaltnadelradierung
CB-K-2024-2
Claudia Berg // 2025 // 94 x 75 cm // Öl über Kaltnadelradierung
CB-OK-2025-63
Claudia Berg // 2025 // 24 x 30 cm // Öl auf Leinwand
CB-OE-2025-12
Claudia Berg // 2025 // 24 x 30 cm // Öl auf Leinwand
CB-OE-2025-13
Claudia Berg // 2025 // 69,5 x 79,5 cm // Öl über Kaltnadelradierung
CB-OK-2025-52
Claudia Berg // 2025 // 120 x 150 cm // Öl auf Leinwand
CB-OE-2025-26
Sammlung Bayern
Claudia Berg // 2025 // 120 x 150 cm // Öl auf Leinwand
CB-OE-2025-27
Claudia Berg // 2023 // Plattengröße 49,5 x 37 cm // Kaltnadelradierung
CB-K-2023-19
Claudia Berg // 2023 // Plattengröße 49,5 x 37 cm // Kaltnadelradierung
CB-K-2023-20
Claudia Berg // 2023 // Plattengröße 49,5 x 37 cm // Kaltnadelradierung
CB-K-2023-21
Helmut Brade
*1937
Helmut Brade studierte von 1955 bis 1960 an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle im Fachbereich Keramik, Architektur und Grafik bei Walter Funkat. Nach seinem Diplom arbeitete er freischaffend als Grafiker, Maler und Bühnenbildner, unter anderem an der Volksbühne Berlin. Von 1993 bis 2002 war Brade Professor für Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein. Sein Werk umfasst über 700 Plakatgestaltungen sowie zahlreiche Bühnen- und Kostümbilder. Heute lebt und arbeitet er in Halle (Saale).
In Ihrem Artikel Art-Karlsruhe-Sektion re:discover – Auf Wiedervorlage schrieb die Journalistin und Autorin Beate Scheder im Februar 2026 im Sonderheft zur Messe des MONOPOL-Magazins: "Ans Theater kam Helmut Brade eher zufällig. 1972 animierte ihn sein ehemaliger Mitschüler Achim Freyer, sich doch einmal als Bühnenbildner zu versuchen. Wenig später engagierte ihn Regisseur Benno Besson für ein Stück an der Volksbühne Berlin: Die schöne Helena von Jacques Offenbach in der Fassung von Peter Hacks. Brade, der 1936 in Halle an der Saale geboren wurde und von 1955 bis 1960 dort an der Hochschule für industrielle Formgestaltung studierte, hatte zuvor als Gebrauchsgrafiker gearbeitet. Schon für Die schöne Helena entwarf Brade auch das Plakat. Viele weitere folgten. Brades Kunst ist Auftragskunst, aber eine, die stets eigenwillig und souverän, nie rein illustrativ daherkommt – was auch die Präsentation einer Auswahl seiner Plakate auf der Art Karlsruhe bei der Galerie Erik Bausmann beweist. Mit unverkennbarem Strich, mal schnodderig und mit hintersinnigem Witz, mal mit stiller Noblesse und sachlicher Strenge, gestaltete Brade über 750 Plakate für Theater und Oper, Museen und Kinos, die stets auch viel über Zeit und Kontexte ihrer Entstehung erzählen. 'Das Leben mit Plakaten ist ein Leben mit Inhalten, die sich dauernd verändern und die dazu zwingen, sich mit Dingen zu beschäftigen, die man sich nicht aussuchen kann', so hat es Brade einmal gesagt."
Georg Baselitz
*1938
Georg Baselitz ist ein deutscher Künstler, der für neoexpressionistische Gemälde, eine unverwechselbare, grobe Pinselführung sowie kräftige Farben bekannt ist. Sein Werk, das auch Skulpturen und Druckgrafiken beinhaltet, setzt sich mit der deutschen Geschichte, vor allem dem Trauma der Kriegs- und Nachkriegszeit auseinander.
Sigmar Polke
1941–2010
Sigmar Polke zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Nachkriegszeit. Mit einem einzigartigen Werk, das Malerei, Fotografie, Film und Druckgrafik vereint, sprengte er konsequent die Grenzen künstlerischer Konventionen. Polke war Mitbegründer des „Kapitalistischen Realismus“ – einer ironischen Antwort auf Pop Art und Sozialistischen Realismus – und setzte sich kritisch mit Konsumkultur, Politik und Medienbildern auseinander.
Charakteristisch für sein Schaffen sind der spielerische Umgang mit Materialien, die Verwendung unkonventioneller Substanzen wie Lack, Stoff, Chemikalien oder sogar Kartoffeln sowie die gezielte Einbeziehung des Zufalls. Seine Rasterbilder, inspiriert von Zeitungsdrucken, und seine visuell vielschichtigen Gemälde machen Polkes Kunst ebenso rätselhaft wie faszinierend.
Polkes Werk ist ein stetiger Dialog zwischen Experiment, Humor und Gesellschaftskritik – und bleibt bis heute von großer Relevanz.
Thomas Schütte
*1954
Thomas Schütte zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Deutschlands. Sein vielseitiges Werk umfasst Skulptur, Architekturmodelle, Zeichnung und Aquarell, stets mit einem wachen Blick für gesellschaftliche Strukturen und die Rolle des Individuums darin.
Das Aquarell Blumen aus dem Jahr 1995 steht exemplarisch für Schüttes zeichnerisches Œuvre, das oft eine persönliche, beinahe meditative Qualität annimmt. In der Darstellung floraler Motive zeigt sich seine Sensibilität für Form, Farbe und Atmosphäre – eine stille, poetische Gegenwelt zu seinen oftmals großformatigen, skulpturalen Arbeiten.
David Hockney
*1937
David Hockney zählt zu den einflussreichsten europäischen Künstlern der Gegenwart. Berühmt wurde er vor allem durch seine "Swimming Pool"-Gemälde der 1960er Jahre, seine einfühlsamen Porträts von Freunden und seiner Eltern, seine Stillleben oder Landschaftsbildern, seine Fotocollagen und Bühnenbildern. Die Landschaftsmalerei, eher ein Stiefkind der Gegenwartskunst, ist in den zurückliegenden Jahren geradezu ins Zentrum seines Schaffens gerückt.
Eduardo Chillida
1924–2002
Eduardo Chillida hat es geschafft, eine völlig eigenständige Formensprache zu entwickeln und gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer unserer Zeit. Chillidas Leidenschaft für unterschiedliche Materialien (Eisen, Stahl, Alabaster, Granit, Beton, Holz, Ton, Porzellan, Filz, Papier) hat die Auseinandersetzung mit den Werkstoffen eingefordert und ein faszinierendes Werk entstehen lassen. Die Papierarbeiten – Gravitationen, Zeichnungen, Collagen, druckgraphische Arbeiten – nehmen einen wichtigen und selbständigen Teil in Chillidas Gesamtwerk ein. Sie folgen denselben Prinzipien wie seine Skulpturen: ein Erkennen und Vergegenwärtigen des Ungreifbaren zu fördern.
Christo
1935–2020
Der bulgarisch-amerikanische Objektkünstler Christo (eigentlich Christo Wladimirow Jawaschew) erfährt insbesondere durch seine Verhüllungsaktionen weltweite Beachtung. Nach dem Studium an den Kunstakademien in Sofia und Wien zieht er 1958 nach Paris. Hier schafft er, angeregt von Man Ray und den New Yorker Dadaisten der 1920er Jahre, »verschnürte Objekte«, indem er Alltagsgegenstände teilweise verhüllt oder ganz verpackt und dann manchmal bemalt.
Neo Rauch
*1960
Neo Rauch zählt zu den renommiertesten Künstlern der Gegenwart. Seine Werke hängen in bedeutenden Museen weltweit – vom Museum of Modern Art in New York City bis zum Museum der Bildenden Künste in Leipzig. Seine Bildsprache fasziniert und irritiert zugleich: Zwischen Sozialismus und Surrealismus, Traum und Trauma hat der Leipziger Maler einen Stil entwickelt, der sich gängigen Kategorien entzieht. Damit setzt er wie kaum ein anderer das kollektive Unterbewusstsein der Nachwendezeit ins Bild.
A. R. Penck
1939–2017
Seit Beginn seiner Karriere verfolgte der Künstler A. R. Penck ein intensives Interesse an politischen, informationellen und zwischenmenschlichen Systemen. Sein Begeisterung für Science-Fiction regte ihn dazu an, sich eingehender mit der Funktionsweise und den Auswirkungen von Informationstheorien und Kybernetik zu befassen. In den 1960er- und 1970er- Jahren wurde Pencks produktives Schaffen vor allem von seinem Wunsch angetrieben, ein universelles Bildsystem zu schaffen, das die gesamte Bandbreite sozialer und politischer Probleme des modernen Menschen abdecken könnte. Diese große Ambition führte schließlich zur Entwicklung von Pencks berühmten Standart-Werken.
Mel Ramos
1935–2018
Mel Ramos gehört zur ersten Generation der Pop Art Künstler in den USA und war ein Schüler des US-amerikanischen Malers Morton Wayne Thiebaud, der dem Umfeld der Pop Art zugerechnet wird. Daher stand auch Mel Ramos der Bay Area Figurative School nahe, die sich in den 1950er Jahren vom Abstrakten Expressionismus distanzierte.
Ramos führt Comichelden in den Olymp der Kunst, spannt den Bogen vom klassischen Akt zu den Pin-Ups der Erotikfotografie und verbindet die Bildwelten von Werbung und Alltagskultur mit den großen Traditionslinien der Kunstgeschichte. Diese interpretiert er neu und setzt sie der ikonisierten Welt von Konsum und Reklame gleich. Dabei berührt er gesellschaftliche Themen, ohne sie theoretisch zu überfrachten.
Pierre Jeanneret
1896–1967
Pierre Jeanneret war ein schweizerischer Architekt und Designer, der in enger Zusammenarbeit mit seinem Cousin Le Corbusier wegweisende Beiträge zur modernen Architektur und Gestaltung leistete. Besondere Bedeutung erlangte Jeanneret durch seine Arbeit in Chandigarh, der von Le Corbusier geplanten Hauptstadt des indischen Bundesstaates Punjab. Für dieses visionäre Projekt entwarf Jeanneret funktionale Möbelstücke, die Einfachheit, Handwerkskunst und modernes Design miteinander verbinden.
Sein „Stuhl mit Rohrgeflecht“ ist ein ikonisches Beispiel dieses Ansatzes: klare Linien, traditionelle Materialien und eine ausgewogene Balance zwischen Form und Funktion. Bis heute steht das Möbelstück exemplarisch für Jeannerets zeitlosen und zugleich ortsbezogenen Designansatz.
Arne Jacobsen
1902–1971
Arne Jacobsen war einer der einflussreichsten dänischen Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts. Mit seinem ganzheitlichen Gestaltungsansatz prägte er den skandinavischen Modernismus weit über die Grenzen Dänemarks hinaus. Jacobsens Objekte zeichnen sich durch eine klare, funktionale Formensprache aus, die dennoch eine besondere Eleganz und Leichtigkeit bewahrt. Ob Möbel, Leuchten oder Gebrauchsgegenstände – jedes Detail folgt dem Prinzip: Form und Funktion in vollkommener Balance. Seine Entwürfe, wie der berühmte „Egg Chair“, der „Swan Chair“ oder auch reduzierte Alltagsobjekte, verkörpern die Idee eines modernen, zugänglichen Designs, das bis heute aktuell und inspirierend bleibt.
Arne Jacobsen
Lehrertisch aus der Munkegård School, 1952
Funierplatte aus Teak, verchromter Stahl
71 x 91 x 71 cm
Arne Jacobsen
Lehrertisch aus der Munkegård School, 1952 (Detail)
Funierplatte aus Teak, verchromter Stahl
71 x 91 x 71 cm
Arne Jacobsen
Bürotisch, Edition Fritz Hansen, 1950
Teakholz und Stahl
71 x 90 x 61 cm